Solidarisch. Partizipativ. Integrativ.

Wir sind Eure Nachbarn* bzw. wollen es bald werden:

Geleitet von den Werten eines humanistischen Menschenbildes und der Vision von einer gerechteren Welt, gründen wir einen solidarisch organisierten und vernetzten Träger der Jugendhilfe, der sich der Bedürfnisse junger Menschen mit und ohne Fluchthintergrund annimmt.

„Kinder brauchen Gemeinschaften, in denen sie sich geborgen fühlen,
Aufgaben, an denen sie wachsen und Vorbilder, an denen sie sich orientieren können.“

Prof. Dr. Gerald Hüther
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Was?

Eure Nachbarn* schafft einen Schutz-, Entfaltungs- und Begegnungsraum für junge Menschen mit und ohne Fluchthintergrund unter einem Dach:

Unbegleiteten minderjährige Geflüchteten bieten wir eine betreute Wohngruppe, in der die für diese jungen Menschen spezifischen Bedarfe im Vordergrund stehen. Die Kindheit dieser jungen Menschen war geprägt von Gewalt-, Trennungs- und Fluchterfahrungen. Bei Eure Nachbarn* finden sie eine Gemeinschaft, in der sie sich sicher und geborgen fühlen können. Diese Sicherheit erleichtert ihnen das Ankommen in unserem Land und ist eine wichtige Voraussetzung für Integration, Lernen und eine gesunde Entwicklung.

Ob mit oder ohne Fluchthintergrund: Nicht für alle Kinder und Jugendlichen ist unser Schulsystem ein geeignetes Umfeld, um die Potenziale zu entfalten, die sie mitbringen. Daher bieten wir diesen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unabhängig von ihrer Herkunft Unterstützung bei der Entwicklung einer Lebensperspektive. Je nach individuellem  Bedarf können sie sich im Rahmen einer Berufsorientierung in unseren Holz- und Kreativwerkstätten, in der Gemeinschaftsküche oder im Urban Gardening ausprobieren, sich in einer angstfreien und fehlertoleranten Umgebung auf einen externen Schulabschluss vorbereiten und zugleich ihre soziale Kompetenzen ausbauen.

Als Herzstück unserer Einrichtung soll ein offener Begegnungsraum die ansonsten übliche Abkopplung von Jugendhilfeeinrichtungen vom umgebenden Sozialraum durchbrechen und Integration und Durchlässigkeit in alle Richtungen ermöglichen. Durch Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit sowie Bildungs- und Freizeitangebote für alle Jugendlichen aus dem Sozialraum möchten wir die Integration und Akzeptanz unserer Klient*innen fördern und unsere eigene Vision von einer solidarischen Gesellschaft nach außen tragen.

Wie?

Indem wir uns als Kollektivbetrieb organisieren, möchten wir eine nachhaltig von Kooperation statt Konkurrenz geprägte Arbeitsatmosphäre schaffen. Unser Ziel ist eine Organisation, in der die Begriffe Wertschätzung, Partizipation, Empowerment und Integration mit Leben gefüllt und gemeinsam gestaltet werden. Allen Mitarbeitenden stehen gleichermaßen alle Informationen über den Betrieb zur Verfügung, haben das gleiche Mitspracherecht bei Entscheidungen und teilen sich die Verantwortung. Leitungs- und Verwaltungsaufgaben werden unter allen Teammitgliedern aufgeteilt. Wir erproben innovative Arbeitszeit- und Gehaltsmodelle, um der Realität der prekären Arbeitsverhältnisse in der sozialen Arbeit und der damit verbundenen Mitarbeiterfluktuation entgegenzuwirken. Letzteres sehen wir als eine Grundvoraussetzung für eine gelingende Beziehungsarbeit mit den uns anvertrauten Jugendlichen an.

© Stephanie Hofschlaeger / Pixelio

© Stephanie Hofschlaeger / Pixelio

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Wer?

Wir sind ein mittlerweile siebenköpfiges multiprofessionelles Team und haben unsere Wurzeln  in  der  (Sozial-)Pädagogik, dem Gesundheitsbereich und dem Handwerk. Unter anderem können wir auf Erfahrungen in der Jugendberufshilfe, der stationären Jugendhilfe, der Straßensozialarbeit und der Geflüchtetenhilfe zurückgreifen.
Gemeinsam haben wir Visionen entwickelt, wie wir Jugendhilfe so nachhaltig, achtsam, respektvoll und (nicht zuletzt) mit so viel Freude wie möglich gestalten können.
Mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Kompetenzen ausgestattet, eint uns unsere wertschätzende Haltung anderen Menschen gegenüber. Wir setzen uns für eine gerechtere Welt ein, in der (u.a. gruppenbezogene) Menschenfeindlichkeit keinen Raum findet.
Unser Wunsch ist es, jungen Menschen Gehör zu schenken und ihnen entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse den Schutzraum und die Begleitung anzubieten, die sie für ihre weitere Entfaltung benötigen.

Warum?

Um Integration nachhaltig zu gestalten, muss Raum geschaffen werden, in dem Begegnungen mit anderen Menschen aus dem Sozialraum möglich werden. Aktuell stellen Einrichtungen der Jugendhilfe vorwiegend Gebilde dar, die losgelöst von ihrem Umfeld funktionieren und wenig Austausch mit ihm zulassen. Die Teilhabe an Gemeinschaft und Nachbarschaft ist jedoch eine essentielle Voraussetzung für eine gerechtere Gesellschaft ohne soziale Ausgrenzung und Marginalisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen und notwendig, um Berührungsängste und Ressentiments auf allen Seiten abzubauen.

Vor dem Hintergrund eines wachsenden Ökonomisierungsdrucks sozialer Organisationen manifestieren sich oft machthierarchische Strukturen innerhalb des Teams, denen Eure Nachbarn* durch innovative Organisationskonzepte entgegenwirken möchte. Auch das Machtgefälle, das dem Verhältnis zwischen Klient*innen und Fachkräften oftmals innewohnt, wird dadurch aufgelöst und steht einer ermächtigenden und wertschätzenden (Beziehungs-)Arbeit nicht mehr entgegen.

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Wohin?

Am liebsten nach Kreuzberg. Oder Neukölln.

Im Ernst:

Wir befinden uns derzeit im Gründungsprozess und arbeiten intensiv an der Verwirklichung unserer Vision. Um diese umzusetzen, sind wir aktuell auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie in Berlin. Unser Ziel ist, in 2018 zu eröffnen.

Du teilst unsere Weltanschauung und möchtest Dich mit Deinen Fähigkeiten einbringen? Oder Du kannst uns bei der Immobiliensuche oder der Finanzierung unterstützen? Dann bist Du herzlich eingeladen, Dich bei uns zu melden.

Unterstützende:

Als Stipendiat*innen des Startery Professional Programms erhalten wir gemeinsam mit 14 weiteren social startups ein professionelles Coaching unseres Gründungsprozesses im Social Impact Lab Berlin. Hier findet ihr unser Gründerprofil sowie die der weiteren spannenden Projekte bei Social Impact:

Kontakt

 
E-Mail:  mail (at) eurenachbarn.de
Mobil:   0152 070 410 35
vertretungsberechtigt gem § 26 BGB: Alexandra Roth, Nastaran Tajeri-Foumani, Susanne Hau-Othman
 
Eure Nachbarn*
c/o Social Impact Lab
Muskauer Straße 24
10997 Berlin
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