Solidarisch. Partizipativ. Integrativ.

Geleitet von den Werten eines humanistischen Menschenbildes und der Vision von einer gerechteren Welt, möchten wir einen solidarisch organisierten und vernetzten Träger der Jugendhilfe gründen, der frei ist von machtwirksamen, linearen Hierarchien.

„Kinder brauchen Gemeinschaften, in denen sie sich geborgen fühlen,
Aufgaben, an denen sie wachsen und Vorbilder, an denen sie sich orientieren können.“

Prof. Dr. Gerald Hüther
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Was?

Eure Nachbarn bietet in naher Zukunft eine bedarfsgerechte und zeitgemäße Unterstützung für unbegleitete minderjährige Ankommende: Wohnen und Lernen unter einem Dach.

Ausgangspunkt soll die Eröffnung einer stationären Einrichtung (Wohngruppe) für unbegleitete minderjährige Geflüchtete sein. Das Angebot soll möglichst bald durch angemessene Bildungsangebote ergänzt werden. In diesem spezifischen Handlungsfeld der Jugendhilfe gibt es aktuell in Berlin einen ungedeckten Bedarf an adäquaten Angeboten, die das pädagogisch betreute Wohnen einerseits und eine bedarfsgerechte Unterstützung am Übergang Schule/Beruf andererseits unter einem Dach ermöglichen.

Unser Ziel ist es, eine Organisation zu schaffen, in der Wertschätzung, Partizipation, Empowerment, Integration, Gesundheitsförderung und eine möglichst nachhaltige Lebensweise nicht nur konzeptionelle Ausrichtung sind sondern, tatsächlich gemeinsam gestaltet und gelebt werden.

Wie?

Wir möchten einen von Grund auf selbstorganisierten und soziokratisch strukturierten Jugendhilfeträger gründen. Hierdurch möchten wir eine für Mitarbeitende und Klient_innen gleichermaßen wertschätzende und von Möglichkeiten der Partizipation und Selbstbestimmung sowie von Kooperation statt Konkurrenz geprägte Arbeitsatmosphäre schaffen und stetig weiterentwickeln.

Nachhaltig sichergestellt werden soll dies durch eine Organisationsstruktur in Anlehnung an die soziokratischen Normen SCN 500 und SCN 1001. In der Soziokratie wird das Machtgefälle, welches z.B. auch durch demokratische Mehrheitsentscheidungen entsteht, aufgelöst – durch eine Hierarchie der Kompetenz statt der Macht. Die formale, lineare Struktur der Organisation wird durch doppelt verknüpfte Kreise überlagert, welche in ihrem Kompetenzbereich Entscheidungen grundsätzlich gemeinsam und im Konsent treffen (Macht „mit“ statt Macht über). Entscheidungen werden so von allen Beteiligten getragen und es entsteht eine partizipative Atmosphäre, die Mitarbeitenden und Klient_innen gleichermaßen einen Entwicklungs- und Gestaltungsraum bietet.

© Stephanie Hofschlaeger / Pixelio

© Stephanie Hofschlaeger / Pixelio

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Wer?

Wir, das sind Susanne und Alexandra.
Durch unsere mehrjährige Zusammenarbeit in der Jugendberufshilfe mit benachteiligten jungen Menschen haben wir gemeinsam Visionen entwickelt, wie wir Jugendhilfe so nachhaltig, achtsam, respektvoll und (nicht zuletzt) mit so viel Freude wie möglich gestalten können.

Mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Kompetenzen ausgestattet, eint uns unsere wertschätzende Haltung anderen Menschen gegenüber. Wir setzen uns für unsere gemeinsame Vision für eine gerechtere Welt ein, in der (u.a. gruppenbezogene) Menschenfeindlichkeit keinen Raum findet.

Unser Wunsch ist es, jungen Menschen Gehör zu schenken und ihnen entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse den Schutzraum und die Begleitung anzubieten, die sie für ihre weitere Entfaltung benötigen.

Warum?

Dem Verhältnis zwischen Klient_innen und Fachkräften wohnt ein Machtgefälle inne, welches einer zur Selbstbestimmung und Teilhabe ermächtigenden Sozialen Arbeit entgegensteht.

Vor dem zusätzlichen Hintergrund eines wachsenden Ökonomisierungsdrucks sozialer Organisationen haben wir in der gemeinsamen Arbeitsbiografie erlebt, wie sich lineare machthierarchische Strukturen manifestieren und Möglichkeiten zur Mitgestaltung sowie zur Verfügung gestellte Ressourcen unter der Vorgabe ökonomischer Zwänge zunehmend beschnitten werden, sodass eine bedarfsorientierte, wertschätzende, reflektierte und fachlich fundierte professionelle (Beziehungs)Arbeit mit Klient_innen nahezu unmöglich werden kann.

Diesem Trend möchten wir mit einer soziokratisch organisierten Jugendhilfeeinrichtung entgegenwirken.

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Wohin?

Eine soziokratische Organisationsstruktur ist innovativ und in besonderem Maße geeignet, im Arbeitsfeld der Hilfe für Geflüchtete integrativ wirksam zu werden.

Durch gezielte Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit möchten wir einerseits Integration und Akzeptanz unserer Klient_innen fördern und andererseits unsere eigene Vision nach außen tragen und zu Multipliktor_innen der Soziokratie als Organisationsstruktur im sozialen Dienstleistungssektor werden.

Zudem möchten wir so einen aktiven und praxisbezogenen Beitrag zur Positionierung sozialer Arbeit gegen die neoliberalen Verwertungslogiken der postdemokratischen Gesellschaft leisten.

Kontakt

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